Druckkammerfahrt am 10.05.2006

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Um die neue Tauchsaison zu eröffnen hatte ich mir für die Tauchgruppe etwas besonderes einfallen lassen: eine Druckkammerfahrt. Nachdem ich raus hatte, dass die nächstgelegene nur wenige Kilometer entfernt in Braunschweig steht, hatte ich auch bald genug Leute zusamme, um verbindlich einen Termin zu machen. Und so fuhren wir dann am späten Nachmittag zum "Zentrum für hyperbare Sauerstofftherapie" nach Braunschweig, wo wir uns noch mit befreundete Taucher aus Hildesheim und Goslar trafen.

Die Druckkammer Der Fahrstand Die Druckkammer

Die Kammer ist für maximal 12 Personen ausgelegt und sollte uns eine Tauchgangssimulation eines 50m-Tauchganges geben. Durch die ständige Überwachung per Videokameras und die jahrelange Erfahrung des Leiters waren wir zwar neugierig und gespannt auf das Neue aber beruhigt, dass wohl alles gut gehen würde. Nachdem uns Dr. Klaus Pieper alles Wichtige über die Kammer und die Verhaltensweisen während der Fahrt mitgeteilt hatte, gingen wir nacheinander in die Röhre, um zu erfahren, was es heisst, unter Druck zu stehen.

Die Regeln waren einfach: Immer schön den Druckausgleich machen und nicht die Beine übereinander schlagen, damit die Blutzirkulation nicht behindert wird. Ansonsten: einfach Spass haben! Der stellte sich dann auch bald ein, denn ab 30m kann je nach Person schon der sogenannte Tiefenrausch, eine Bewusstseinsveränderung durch einen zu hohen Stickstoffpartialdruck, zuschlagen. Das führt dann in der Gruppe zu gelebter Heiterkeit und man lacht über jeden Blödsinn!

Thiemo Big Brother Stimmung

Bis auf die Solltiefe von 50 Metern stieg auch die Temperatur bis an die 30°C, so dass man sich ein wenig wie in der Sauna vorkam. Doch als es dann wieder an die Oberfläche gehen sollte, kehrte sich dieser Effekt um. Die Luft kühlte empfindlich ab und die bis dahin gehaltene Feuchtigkeit fiel in Form von Dunst und Nebel aus, so dass man das andere Ende der Kammer nicht mehr sehen konnte! Am Ende bekam dann noch jeder einen Stempel in sein Taucherlogbuch und wir traten zufrieden den Heimweg an.

Thorsten Dekompression







Durch: Thiemo Pösch, Webredaktion
E-Mail: thiemo(at)poesch.com
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